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Matthias Politycki Radio

Hintergrund

Die Frau mit dem Schatten
Minimusikalkomödie (Opernlibretto)


Musik: Elmar Raida (Tiefenbach bei Passau), elmar.raida@t-online.de
Personen: Klarinettist (Bariton), Bluesröhre (Mezzo), Tänzerin (Schatten), Trompeter (Bariton), Schlagzeuger (Tenor), Posaunist (Baß)
Ort: eine Großstadtwohnung
Uraufführung: 24.6.94 am 14/7/94 an der Bayerischen Staatsoper, München

Die Frau mit dem Schatten, das ist zunächst einmal eine Tänzerin im gegenüberliegenden Haus, die der Klarinettist vom Fenster aus beobachtet, wie sie ihre Schrittfolgen einübt zu einer arabischen Musik. D.h.: Eigentlich beobachtet er nur ihren Schatten, die tatsächliche Frau - so beteuert er jedenfalls gegenüber seinen Band-Mitgliedern, den "Horny Jazz Messengers" -, interessiere ihn überhaupt nicht ...
Die Frau mit dem Schatten, das ist aber auch die Bluesröhre, die mit dem Klarinettisten zusammenlebt; doch ihren Schatten, so meint sie jedenfalls, liebt er nicht; schließlich läßt er sich, im Gegensatz zu dem der unbekannten Tänzerin, nicht mit beliebigen Phantasien, Träumen, Sehnsüchten ausfüllen.
Als die Bluesröhre eines Vormittags das Haus verläßt, nicht ohne ihrem Mann zuvor eine kleine Szene gemacht zu haben, bahnt sich eine "Katastrophe" an: Kaum ist der Klarinettist allein, ertönt - wie jeden Tag? - die arabische Melodie, steht er schon am Fenster, läßt sich inspirieren zu eignen Tonfolgen. Doch unvermittelt platzen die "Horny Jazz Messengers" herein, und da der Klarinettist in seiner Empörung, gerade jetzt gestört zu werden, sogar andeutet, aus der Band aussteigen zu wollen, beschließen sie, ihn von seiner "Schattenkrankheit" zu kurieren: indem sie ihm, dem Schattenverehrer, die leibhaftige Frau dazu vorführen wollen, die Tänzerin von gegenüber. Freilich können sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, daß auch die Bluesröhre inzwischen schon wieder auf dem Heimweg ist ...


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